Schülermentoren

„Level up“ steht auf dem neuen Logo der SchülermentorInnen in Baden-Württemberg. Welche Art von Upgrade ist hier gemeint? Es geht darum, als SchülermentorInnen soziale und persönliche Kompetenz zu erwerben, sich dabei weiter zu entwickeln und im Lebensraum Schule Verantwortung zu übernehmen. Am Hebel-Gymnasium werden jedes Jahr Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 9 zu MentorInnen ausgebildet und damit zu sozialem Engagement in der Schule qualifiziert.

Der Auftritt der Schülermentoren beim bermuda funk als podcast (externer Link)

Unterstützt und beraten werden sie dabei von Lehrerinnen und Lehrern an ihrer Schule, von Ausbildern der Kooperationspartner, meist die Verbände der kirchlichen Jugendarbeit im Land, sowie vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Wir bilden jedes Jahr ca. 20 neue MentorInnen aus.

Praktisch sieht das so aus: Die Ausbildung findet während eines Schuljahres statt. An zwei Blockseminaren, die jeweils zwei ganze Unterrichtstage umfassen, erhalten die SchülerInnen ein theoretisches Fundament für ihre Arbeit sowie eine Einführung in ihre Praxis als Mentoren. Unser Kooperationspartner ist dabei die Evangelische Schülerarbeit der badischen Landeskirche, unsere derzeitigen Ausbilderinnen sind Maike Neuhoff und Silke Kilian. Seit Jahren genießen wir die Gastfreundschaft der benachbarten Kirchengemeinde, die uns die Räumlichkeiten des Melanchthonhauses, in unmittelbarer Nähe zum Hebel-Gymnasium gelegen, kostenlos zur Verfügung stellt.

Zur Ausbildung gehören weiterhin monatliche Praxistreffs in der Schule sowie Beratungsgespräche mit den betreuenden Lehrkräften, derzeit Hanna Schwichtenberg und Nora Best.

Der konkrete Praxiseinsatz findet nämlich an der Schule statt. Nach dem Motto „Schüler helfen Schülern“ bieten die MentorInnen vielfältige Aktivitäten für jüngere Schüler an.

Bis zum Schuljahresende müssen mindestens 20 Stunden Praxiseinsatz nachgewiesen werden, die Mentoren wählen dabei ihre Arbeitsfelder selbst aus. Besonders beliebt ist die Arbeit als VertrauensschülerInnen der fünften und sechsten Klassen.Als Paten stehen die Mentoren den jungen Schülern als Ansprechpartner zur Seite, unternehmen mit ihnen Ausflüge wie Kinobesuche und Schlittschuhlaufen, organisieren Spielenachmittage oder Schulhausübernachtungen.

Auch bei Aktivitäten der SMV wie der Welt-Aids-Woche, dem Unterstufenfasching oder einer Schulhaus-Rallye sind die Mentoren dabei. Die Kleinkinderbetreuung am „Tag der offenen Tür“ gehört inzwischen zum festen Bestandteil des Programms.

Weitere Einsatzgebiete sind die „Bewegte Pause“ oder Mittagsangebote in der „Lounge“.Auch Engagement in der Bücherei oder bei der Hausaufgabenbetreuung gehören zu den Praxisbereichen der Mentoren.

Die MentorInnen lernen, auch eigene Projekte zu entwickeln und anzubieten, wie zum Beispiel eine Sport-AG oder einen Tanzkurs oder gemeinsames Pizzabacken in der Schulküche.

Vertrauensschüler/innen sind "Paten" für die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen. Ausgebildete Mentoren stehen den jungen Schülern als Ansprechpartner zur Seite, unternehmen mit ihnen Ausflüge wie Kinobesuche und Schlittschuhlaufen, organisieren Spielenachmittage oder Schulhausübernachtungen.

Als Gesamtgruppe organisieren die Mentoren auch Schulveranstaltungen, so im letzten Schuljahr den Mottotag „Black and white“ oder in diesem Schuljahr einen großen Flohmarkt „Hebel for sale“.

Am Ende des Schuljahres zeigen die MentorInnen ihren Ausbildern und Betreuungslehrern in einer kleinen Präsentation, was sie gelernt haben. Sie stellen exemplarisch vor, wie sie ein Projekt geplant, entwickelt und organisiert haben und reflektieren ihre Arbeit.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz werden alle MentorInnen am letzten Schultag in der Aula geehrt und erhalten ein Zertifikat, unterzeichnet vom Kultusministerium und der Evangelischen Schülerarbeit, das ihre Qualifikation als SchülermentorInnen nachweist und bei Bewerbungen hilfreich sein kann.

Auch nach Abschluss ihrer Mentorenausbildung sind viele SchülerInnen weiterhin in der Schule aktiv und übernehmen Verantwortung für die Schulgemeinschaft. Ihr Einsatz ist ein wertvoller Beitrag zu einem besseren Miteinander von jüngeren und älteren Schülern an der Schule.

Wir sind stolz auf unsere SchülermentorInnen am Hebel-Gymnasium. Wir brauchen junge, hilfsbereite und engagierte Menschen wie sie, die gemeinsam mit Eltern und Lehrkräften das Lebensfeld Schule positiv gestalten.

Ansprechpartnerinnen

Nora Best   
Anne-Carin Moessinger