„Ja, ihr dürft auch kritische Rückfragen stellen!“, erklärt Katrin Schromm. In einem Bewerbungsgespräch können auch von Seiten des Bewerbers problematische Situationen angesprochen werden, wie zum Beispiel der Umgang mit schwierigen Kunden. Katrin Schromm vertrat beim BOGy-Tag (BOGy = “Berufsorientierung am Gymnasium”) das Unternehmen Engelhorn Mannheim und konnte anschaulich und lebensnah aus der Praxis im Einzelhandel berichten.
Der BOGy-Beauftragte Hans Schreiner hatte sechs attraktive Gäste eingeladen. Die Schüler konnten im Vorfeld wählen, welches Unternehmen sie besonders interessierte. Neben Engelhorn MA standen zur Auswahl die Sparkasse HD, die SAP AG Walldorf, ABB Heidelberg, Lidl Speyer (die alle seit vielen Jahren gerne ins Hebel-Gymnasium kommen) und erstmalig die Freudenberg-Gruppe Weinheim.
In allen Workshops ging es um die Möglichkeiten nach dem Abitur. Außer einem Studium oder dem sofortigen Eintritt in einen Ausbildungsberuf wählen die Abiturienten teilweise ein Praktikum, einen Freiwilligendienst (als freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder beim Bundesfreiwilligendienst) oder eine Reiseauszeit – mit oder ohne Arbeitsphasen. Die eingeladenen Unternehmen stellten insbesondere die Möglichkeit des dualen Studiums vor (eine Kombination von Studium mit Praxisphasen in dem Betrieb) und simulierten mit den Gruppen reale Bewerbungssituationen.
Gerade das duale Studium ist sehr begehrt, weil die Ausbildung finanziert wird. Da die Bewerbungsfrist ein Jahr vor dem Abitur läuft, kam der BOGy-Tag für die 11. Klassenstufe nun genau zum richtigen Zeitpunkt, wie auch Frau Prof. Dr. Petra Thalmeier (DHBW Mannheim) in ihrem Impulsreferat mit anschließender Fragerunde zum Auftakt des BOGy-Tages betonte.
Birgit Schillinger
