29.04.20

Wiederaufnahme des Unterrichts am 4. Mai

Liebe Schülerinnen und Schüler der Jgst. 1 und 2, liebe Eltern,

die Landesregierung hat beschlossen, dass ab 4. Mai 2020 an den allgemein. bildenden Gymnasien die Jgst. 1 und 2 wieder zum Präsenzunterricht, der jedoch nur in einem eingeschränkten Umfang stattfinden darf, in die Schule kommen sollen.

Es geht dabei vorrangig um Prüfungsvorbereitungen, sowohl für die Jgst. 2, deren schriftliches Abitur ja am 18. Mai beginnt, als auch für Jgst. 1 in Hinblick auf deren Abschlussprüfungen im kommenden Schuljahr. Daher sind in der Jgst. 1 und 2 vorläufig auch nur die vier- bzw. fünfstündigen Fächer durch Präsenzunterricht abzudecken, ergänzt in der Jgst. 1 durch die dreistündigen Basisfächer Deutsch und Mathematik. Für alle anderen zwei- und dreistündigen Fächer gilt weiterhin, dass sie über die mittlerweile etablierten Formen des digitalen Fernunterrichts (v.a. Moodle und TEAMS-chats) versorgt werden. In der Jgst. 2 soll allerdings entsprechend der aktuellen Verlautbarungen aus dem Kultusministerium der Präsenzunterricht in den zwei- und dreistündigen Fächern nach den Pfingstferien wieder aufgenommen werden. Wie es mit den zwei- und dreistündigen Fächern in der Jgst. 1 nach Pfingsten weitergeht, bleibt abzuwarten. Wichtige Hinweise für die Jgst. 2:

  1. Die Teilnahme am Präsenzunterricht in den vierstündigen Kernfächern, in denen keine schriftliche Prüfung abgelegt wird, ist freigestellt. Bitte die Lehrkräfte entsprechend über die individuelle Entscheidung informieren, ob der Unterricht besucht wird oder nicht und zusätzlich bis Donnerstag, den 30.04.2020 die Schulleitung über eine geplante Teilnahme in Kenntnis setzen. Evtl. muss ein größerer Raum zugewiesen werden.
  2. In der Woche direkt vor den schriftlichen Prüfungen des Haupttermins (11.05.-15.05.) gibt es — anders als in früheren Jahren — keine generelle Unterrichtsbefreiung.

Das Kultusministerium hat alle Gymnasien ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der Jgst. 2 bis zum schriftlichen Abitur keine Klausuren geschrieben werden dürfen. Auch in der Jgst. 1 geht es nicht darum, möglichst schnell ausgefallene Klausuren nachzuholen. Dies ist ausdrücklich nicht Ziel der Wiederaufnahme des Unterrichts. Klausuren sollen nur geschrieben werden, soweit die verbleibende Unterrichtszeit dies zulässt und es zugleich pädagogisch sinnvoll ist. Für die Jgst. 2 wird es daher einen aktualisierten Klausurenplan für die Zeit nach Pfingsten geben, in den alle noch vorgesehenen Klausuren eingearbeitet sind. Dieser Klausurenplan findet sich in Kürze im download-Bereich unserer Homepage.
Für die Jgst. 1 hat die erweiterte Schulleitung nach reiflicher Überlegung festgelegt, dass in den fünfstündigen Fächern die 2. Klausur dieses Halbjahres ersatzlos gestrichen wird. Diese Streichung ist in der derzeitigen Situation ausdrücklich durch die Schulverwaltung erlaubt worden. Damit ergibt sich eine realistische Chance, in allen zwei- und dreistündigen Fächern bis zum Schuljahresende zumindest 1 schriftliche Leistungsmessung in Form einer Klausur vorzunehmen, ohne die Schüler/innen in der verbleibenden Zeit mit drei oder sogar vier Klausuren pro Woche zu überlasten. Ein entsprechender Klausurenplan für die Jgst. 1 wird ebenfalls demnächst im download-Bereich der Homepage zur Verfügung gestellt. Der Klausurenplan steht natürlich unter dem Vorbehalt, dass es vertretbar erscheint oder seitens des Kultusministeriums gar angeordnet wird, dass der Präsenzunterricht in diesen Fächern noch im laufenden Schuljahr wieder stattfindet.

Schriftliches Abitur (18. - 29. Mai 2020)
Schüler/innen der Jgst. 2, die wegen gesundheitlicher Bedenken nicht am Haupttermin des schriftlichen Abiturs teilnehmen wollen, können alternativ den ersten Nachtermin wählen. Diese Entscheidung muss einheitlich für alle Prüfungsfächer getroffen werden. Eine Erklärung, dass die schriftliche Prüfung am Nachtermin abgelegt werden soll, muss bis spätestens Montag, 11. Mai, schriftlich bei der Schulleitung eingegangen sein. Sie ist von den Erziehungsberechtigten vorzunehmen, im Falle der Volljährigkeit vom Prüfling selbst, und erfolgt im Übrigen formlos.

Räumliche Organisation des Präsenzunterrichts ab 4. Mai
Die Schulen haben auf der Grundlage der gültigen Corona-Verordnung ausführliche und detaillierte Hinweise zur Umsetzung der Distanz- und Hygieneregeln zum Schutz von Schüler/innen und Lehrkräften sowie weiterem Personal vor Ort erhalten. Diese führen notwendiger Weise dazu, dass die bisherigen Raumbelegungen der Kurse in vielen Fällen nicht beibehalten werden können. Am Hebel-Gymnasium sind wir in der vergleichsweise glücklichen Lage, eine ausreichende Zahl sehr großer Räume zur Verfügung zu haben, wenn wir entgegen unserer Gepflogenheiten den einen oder anderen Fachraum (z. B. Bildende Kunst) und Räume wie den Multifunktionsraum in der Mensa grundsätzlich für die unterrichtliche Nutzung mit einbeziehen. Jeder für den Unterricht vorgesehene Raum wird bis 4. Mai eine ausgeklügelte Anordnung von Tischen und Stühlen erhalten, die auch durch entsprechende Markierungen auf dem Boden „fixiert“ ist. Diese Anordnung garantiert, dass Schüler/innen einen Mindestabstand von 1,50 m zueinander ohne Probleme einhalten können, wenn sie sich auf ihren Plätzen befinden, und selbstverständlich dieser Abstand durch die Position des Lehrerpults auch zwischen Schüler/innen einerseits und der Lehrkraft während des Unterrichts nicht unterschritten wird, solange die Lehrkraft sich nicht entgegen der Vorschriften zu weit in Richtung des Platzes eines Schülers/einer Schülerin bewegt. Es ist überaus wichtig, dass die Anordnung der Tische und Stühle unverändert bleibt. Jegliche Änderung der Sitzordnung — auch nur vorübergehend — ist streng untersagt. Die Kurse werden unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer/innen ungeteilt unterrichtet. Große Kurse finden in unseren größten Räumen statt, kleinere Kurse können zum Teil sogar ihre bisherigen Räume behalten.
Ein gemeinsamer Stundenplan für Jgst. 1 und 2 ist für jeden Schüler/jede Schülerin der Kursstufe im download-Bereich unserer Homepage abrufbar und sollte bitte zur Erstellung des persönlichen Stundenplans ab 4. Mai verwendet werden. Die bekannten Kursbezeichnungen wurden beibehalten, ebenso die Lehrerkürzel. Die Kurse der Jgst. 1 sind gelb markiert. Falls statt einer Raumnummer die Angabe „Web“ auftaucht, bedeutet dies, dass der Kurs weiterhin aus zwingenden Gründen im digitalen Fernunterricht abgehalten werden muss und nicht als Präsenzunterricht stattfinden kann. Momentan ist nicht geplant, dass dieser Fernunterricht zeitgleich zu denen parallel in Präsenz stattfindenden Kursen liegen soll, sondern, soweit es sich‘ um TEAMS-Sitzungen handelt, auf den Nachmittag terminiert wird.
Im Übrigen sind die in den beiden Jahrgangsstufen stattfindenden Stunden auch wie üblich am Vortag auf dem Vertretungsplan zu sehen, ggf. mit den tagesaktuellen notwendigen Änderungen.

Corona-bedingte Verhaltensregeln auf dem Schulgelände während der Zeit des Präsenzunterrichts
Die erweiterte Schulleitung hält es zum Schutz aller im täglichen Schulbetrieb Anwesenden für unverzichtbar, die Hausordnung des Hebel-Gymnasiums vorübergehend zu ergänzen und hat die aus ihrer Sicht wichtigen Verhaltensregeln im Dokument „Corona-Verhaltensregeln” (im Anhang) schriftlich niedergelegt. Die Regeln sind unbedingt einzuhalten, bei Verstößen muss mit Sanktionen durch Lehrkräfte und die Schulleitung entsprechend §90 SchG gerechnet werden.
Zur Vermeidung von Warteschlangen vor den Toiletten während der Pausen wird es . Schüler/innen vorläufig gestattet, einen dringenden Toilettengang auch während des Unterrichts vorzunehmen.
Sicherlich haben sich in.den letzten Tagen viele Schüler/innen und auch Eltern gefragt, ob es am Hebel-Gymnasium ab 4. Mai eine „Maskenpflicht“ geben wird. Die Schulleitung hat dieses Thema intensiv diskutiert und letztlich auch mit der vorgesetzten Behörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe abgeklärt. Von dort kam die eindeutige Auskunft, dass die Schulleitung keine „Maskenpflicht“ verhängen darf, sondern lediglich eine dringende Empfehlung an Schüler/innen und Lehrkräfte aussprechen kann, eine geeignete MundNasenbedeckung beim Aufenthalt auf dem Schulgelände zu tragen. Ich mache von dieser Möglichkeit Gebrauch und empfehle allen Schüler/innen ausdrücklich, während des Aufenthalts auf dem Schulgelände grundsätzlich eine geeignete Mund-Nasenbedeckung zu tragen. Eine entsprechende Empfehlung ist auch an das Lehrerkollegium der Schule ergangen. Überdies hat sich der Freundeskreis auf Anfrage der Schulleitung bereiterklärt, 50 „Alltagsmasken“ zu sponsern, die vom Sekretariat an diejenigen Schüler/innen oder auch Lehrkräfte ausgegeben werden können, die ihre Maske z. B. zu Hause vergessen haben oder sich bisher keine beschaffen konnten, aber trotzdem eine tragen möchten. Der Freundeskreis gibt die Masken sogar kostenfrei weiter, freut sich aber natürlich, wenn eine Spende zumindest in Höhe des Selbstkostenpreises (5 €) entrichtet wird.

Läuteordnung und Pausenaufsichten
Die Läuteordnung unserer Schule bleibt unverändert. Die erweiterte Schulleitung hat sich gegen versetzte Unterrichts- und Pausenzeiten der Kurse ausgesprochen, da dies zu Verwirrung führen könnte und keine ausreichende Gewähr bietet, dass Schüler/innen sich nicht doch zu den ihnen vertrauten Stundenplanzeiten im Schulgebäude oder auf dem Außengelände aufhalten. Dadurch haben natürlich weiterhin alle anwesenden Schüler/innen zur gleichen Zeit ihre beiden großen Pausen, in der sie auch wie gewohnt das Schulgebäude verlassen sollen. Bitte beachten: Der Aufenthaltsraum der Oberstufe in der Mensa kann nicht zur Nutzung geöffnet werden! Leider ist auch der Kioskverkauf des Caterers verboten, so dass es keinerlei Speisen-und Getränkeangebot an der Schule geben wird.

Hygienemaßnahmen des Schulträgers im Schulgebäude
Die Schulleitung befindet sich aktuell in einem engen Austausch mit dem Schulträger bezüglich der von ihm umzusetzenden Hygienemaßnahmen. Grundlage sind dabei die vom Kultusministerium veröffentlichten Hygienehinweise für Schulen in Baden-Württemberg. Sie sehen u. a. vor, dass die Reinigung von Oberflächen und Handkontaktflächen (z. B. Türklinken, Griffe, Handläufe, Lichtschalter) mit einem tensidhaltigen Reinigungsmittel in stark frequentierten Bereichen mindestens täglich, ggf. auch mehrmals täglich vorgenommen wird. Für die Toiletten sind ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitzustellen und regelmäßig aufgefüllt zu werden. Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden im Sanitärbereich sind täglich zu reinigen, bei kontaminierender Verschmutzung ist eine Desinfektion erforderlich. Die Schulleitung wird alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um die strenge Einhaltung dieser Auflagen und eine entsprechende Umsetzung verlässlich sicherzustellen.

Auch das regelmäßige Lüften der Unterrichtsräume in kleinen und großen Pausen, welches von den Schüler/innen in eigener Verantwortung durchzuführen ist, zählt zu den geforderten Hygienemaßnahmen.

Abschließend muss ich darauf hinweisen, dass es Schüler/innen nicht gestattet ist, in der Schule zu erscheinen, falls:

  • sie selbst oder ein Familienmitglied, mit dem sie in häuslicher Gemeinschaft leben, in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatten zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person,
  • sie selbst oder ein Familienmitglied, mit dem sie in häuslicher Gemeinschaft leben, Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur zeigen.

Ich bitte alle Schüler/innen und. Erziehungsberechtigte nach Kräften mitzuhelfen, dass uns die partielle Wiederöffnung der Schule gut gelingt. Wir können dadurch einen Beitrag leisten zu der sicherlich von uns allen erhofften weiteren Öffnung der Schule in nicht allzu ferner Zukunft.

 

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Ade, OStD
-Schulleiter-

 


Anlage: Temporäre Ergänzung der Schulordnung „Corona-Verhaltensregeln“