24.04.18

Weißt du, wie viel Sternlein stehen – Hebel-Schüler bei der Astroiden-Suche dabei

Einen Asteroiden finden und ihm einen Namen geben – das ist der Wunschtraum für jeden, der sich für Astronomie interessiert und gerne in den unendlichen Sternenhimmel schaut. Für Hebel-Schüler des Astronomie-Kurses unter der Leitung von Lehrer Florian Seitz könnte dieser Traum sogar Wirklichkeit werden. 

Die Elftklässler beteiligen sich an dem weltweiten Projekt der Asteroiden-Suche. Ins Leben gerufen wurde die Idee von der International Astronomical Search Collaboration (IASC). In Deutschland organisiert das Heidelberger Haus der Astronomie die Asteroidensuch-Kampagne. Die verantwortliche Betreuerin Carolin Liefke kam nun ins Hebel-Gymnasium, um die Idee vorzustellen. Die Schüler bekommen dabei exklusive Aufnahmen des Pan-STARRS-Teleskops auf Hawaii. Sie sind die ersten Menschen, die diese Aufnahmen anschauen und analysieren. Dabei werden Sets von vier Bildern, aufgenommen im Abstand von 15 Minuten nach sich bewegenden Objekten durchsucht. Einige der Objekte sind schon bekannte Asteroiden, andere könnten sich als Neuentdeckungen erweisen. Ihre Entdeckungen werden dann an die IASC geschickt. Nach einer kurzen Prüfung werden die Entdeckungen ans Minor Planet Center weitergeleitet, der offiziellen Organisation für die Sammlung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten über Kleinplaneten. Wenn eine Entdeckung der Schüler bestätigt wird, also wenn dieses Objekt über mehrere Jahre wieder gefunden werden kann, dann dürfen die Schüler den Asteroiden benennen. Vorausgesetzt, sie waren die ersten, die ihn entdeckt haben. Ob mit oder ohne eigenen Asteroiden – die Hebel-Schüler sind auf jeden Fall Teil eines weltweiten Projekts, in dem Schwarmintelligenz genutzt wird, um den Sternhimmel noch besser kennenzulernen.

(Birgit Schillinger) 

Carolin Liefke (am Laptop links) vom Haus der Astronomie erklärt dem Kurs von Florian Seitz (rechts) die Asteroidensuche.
Carolin Liefke (am Laptop links) vom Haus der Astronomie erklärt dem Kurs von Florian Seitz (rechts) die Asteroidensuche.