31.10.18

Sehen und gesehen werden: Wie wichtig das Licht am Fahrrad ist

„Was, da war noch ein Fahrrad?“ In der Nachbesprechung wurde manchem Schüler erst klar, dass im Dunkeltunnel zwei Radfahrer zu sehen – oder eben nicht zu sehen – waren. Denn im Dunkeltunnel, den der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) aufgebaut hatte, waren zwei Fahrradfahrer aufgebaut: der eine Radler trägt helle Kleidung, hat Licht am Rad und Reflektoren am Schulranzen, der andere ist mit dunkler Kleidung und ohne Licht unterwegs.

Michael Fröhlich und Daniel Merdes vom Heidelberger ADFC kamen mit einem übergroßen Lastenfahrrad (darin Dunkeltunnel und Zubehör) ans Hebel-Gymnasium und führten den 5. und 6. Klassen am Dunkeltunnel anschaulich vor, wie unsichtbar kaum beleuchtete Radfahrer sind. Wie wichtig es daher ist, „gesehen zu werden“ verdeutlicht die Aufklärungstour, mit der der ADFC alle zwei Jahre das Hebel-Gymnasium besucht. Der ADFC empfiehlt: „Am besten eine Lichtanlage mit Nabendynamo.“

Außerdem müssen Radfahrer und Fußgänger selber darauf achten, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, und dürfen sich nicht auf die Reaktion der Autofahrer verlassen: „Bei 50 Stundenkilometern braucht ein Auto 25 bis 30 Meter, bis es steht“, erklärt Fröhlich. „Bis der Autofahrer auf die Bremse tritt, vergeht die Reaktionszeit von einer Schrecksekunde. In dieser Sekunde fährt das Auto noch 15 Meter ungebremst.“ Parallel zur Besprechung des Dunkeltunnels werden die Fahrräder der Kinder auf Beleuchtung geprüft. Bei diesem kostenlosen Check halfen auch engagierte Elternbeiräte mit.

Birgit Schillinger

Rege Mitarbeit bei der Frage- und Besprechungsrunde zum Thema Licht am Fahrrad, geleitet von Daniel Merdes (ADFC).
Rege Mitarbeit bei der Frage- und Besprechungsrunde zum Thema Licht am Fahrrad, geleitet von Daniel Merdes (ADFC).