02.08.16

Ruhestand oder Ortswechsel: Acht Pädagogen verlassen das Hebel

Einen Verabschiedungsmarathon absolvierte das Kollegium des Hebel-Gymnasiums zum Ende des Schuljahres. Acht beliebte Lehrkräfte verlassen die Schule und jede von ihnen hat sich auf einem eigenen Gebiet besonders verdient gemacht.  

Vor 45 Jahren legte er sein Abitur am Hebel-Gymnasium ab, vor 30 Jahren kehrte er als Lehrer zurück: Alfred Sessler, Lehrer für Mathematik und Physik, ist ein Allroundtalent. Denn neben seinem Fachunterricht kümmerte er sich zeitweise um Stunden- und Vertretungsplan und war kommissarisch auch stellvertretender Schulleiter.  Er baute in einer landesweiten Gruppe das Fach Informatik auf und war seit 2003 Fachabteilungsleiter. Nun wird er sich im Ruhestand seinem Hobby, dem Reisen im Wohnmobil, widmen.

Christa Albrecht war 15 Jahre lang als Mathematik- und Biologie-Lehrerin am Hebel-Gymnasium. Eine besondere Station in ihrem Leben war der zweijährige Auslandsaufenthalt im Sudan. Nicht nur die Schüler schätzten die begnadete Pädagogin, auch bei Kollegen und Schulleitung war sie durch ihre Freundlichkeit und Loyalität beliebt.

Die Sport- und Französisch-Lehrerin Marianne Gscheidlen kam vor 22 Jahren ans Hebel-Gymnasium. Sie rief den Schüleraustausch mit der Partnerstadt Lunéville wieder ins Leben. Außerdem ist ihre Zirkusbegeisterung ansteckend: Sie hat sich viele Jahre lang in ihrer Zirkus-AG und für Zirkuslandheime engagiert. Auch zukünftig wird sie nebenher noch an der Klinikschule arbeiten.

Im Doppelpack verabschiedet wurden die Musik-und Deutschlehrerinnen Renate Häfner-Winter und Angelika Lüddecke. Für beide gab es zunächst auch alternative Lebenswege: Häfner-Winter liebäugelte mit einem Medizin-Studium oder einer wissenschaftlichen Karriere in der Musik, Lüddecke hätte auch Profi in Geige oder Gesang werden können. „Zum Glück“ – wie Schulleiter Stefan Ade betonte – haben die zwei sich für den Lehrberuf entschieden und prägten durch ihr „außerordentliches Engagement“ das musikalische Leben am Hebel: Bei Neigungskursen und Unterstufenmusicals konnten sie die Begeisterung für die Musik auch bei den Schülern entfachen.

Die Deutsch- und Geschichtslehrerin Nadja Machmer verlässt das Hebel-Gymnasium aus gesundheitlichen Gründen und hat eine neue berufliche Aufgabe gefunden. Jeanette Rocco lässt sich nach Schriesheim versetzen, um ihren Schulweg zu verkürzen. Sie wurde von Schulleiter Stefan Ade mit dem Songtext „Always look on the bright side of life“ verabschiedet, weil dieses Zitat die beliebte Deutsch- und Englischlehrerin treffend charakterisiere. Auch Jessica Dahms lässt sich näher an ihren Wohnort versetzen und wird künftig am Scholl-Gymnasium in Mannheim-Vogelstang unterrichten.

Und dann hieß es noch Abschied nehmen von den Referendaren. Gerne hätte Stefan Ade die eine oder den anderen weiterhin behalten, aber er musste sie „leider“ abgeben. Alle haben jedoch eine Anstellung gefunden.

(Birgit Schillinger)

 

Schulleiter Stefan Ade (li) verabschiedete schweren Herzens Jeanette Rocco, Angelika Lüddecke, Nadja Machmer, Alfred Sessler, Renate Häfner-Winter, Christa Albrecht und Marianne Gscheidlen.
Schulleiter Stefan Ade (li) verabschiedete schweren Herzens Jeanette Rocco, Angelika Lüddecke, Nadja Machmer, Alfred Sessler, Renate Häfner-Winter, Christa Albrecht und Marianne Gscheidlen.