22.12.17

Menschenrechtswoche

In der Woche vom 11. bis 15 Dezember 2017 fand am Hebelgymnasium Schwetzingen die sogenannte Menschenrechtswoche statt. Anlass war der 10. Dezember 1948, an dem die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedete.

Im Zuge dessen sollte Amnesty International und ihr Briefmarathon unterstützt werden. Amnesty International ist eine weltweite Bewegung, die für Menschen- und Grundrechte eintreten. Sie ist unabhängig von Regierungen, Wirtschaftsinteressen und Religionen. Sie finanziert sich durch Spenden und wird durch über sieben Millionen Freiwillige unter- und gestützt. Amnesty International ruft alle Menschen dazu auf, bei ihren Kampagnen mitzuwirken und dadurch Personen zu helfen, die sich für ihre Rechte einsetzen, wie zum Beispiel Journalisten und Aktivisten jeglicher Art. Für ihre klaren Ziele und starken Einsatz erhielt Amnesty International 1977 den Friedensnobelpreis. Besonders für die ihr Motto „Nein zu Gewalt“ werden sie gelobt. Auch die Schüler des Hebelgymnasiums wollten sich für diese Menschen stark machen und stellten ein großes Programm zusammen, das verschiedenen Organisationen helfen soll. Für den 11. Dezember planten sie einen großen Kuchenverkauf, dessen Erlös an den Hilfsdienst Malteser geht. Die katholische Hilfsorganisation und seine Helfer kümmern sich im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst. Es werden Helfer ins Ausland gesendet, die in Krisengebieten beispielsweise die Erstaufnahme von Flüchtlingen übernehmen. Am Mittwoch den 13. Dezember veranstaltete der Seminarkurs mit Hilfe des SMV-Teams und der Mentoren eine kleine Kampagne, die zur Unterstützung des Briefmarathons diente. Vor der ersten Schulstunde stellte der Seminarkurs als Zeichen Lichter in die Aula, um zu zeigen, dass in den Pausen etwas geschehen wird. In der ersten großen Pause fand dann ein kleines Theaterstück statt, bei dem Jungs und Mädchen sich durch Sätze wie „Ich will meine Meinung sagen dürfen “ oder „Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit “ äußerten. Ihnen wurde der Mund zugeklebt wurde und damit mundtot gemacht. Dies sollte ein Symbol dafür sein, dass so vielen ihr Menschenrechte verwehrt werden. Mit dem Befreien der mundtoten Schüler wollen sie ein Zeichen setzen, dass diese Menschen zwar oftmals eingesperrt werden, sie jedoch immer noch gehört werden und man für sie kämpft. Schuld an diesen radikalen Maßnahmen („Verschwinden lassen“, Gefängnis etc.) sind oftmals Regierungen oder Gruppen, die Einzelpersonen bedrohen oder für Dinge verurteilen lassen, die sie nicht getan haben. Daraufhin stellten die Schüler des Seminarkurses die Fälle vor, die Amnesty International betreut. Ein Beispiel ist ein Mann, der in Madagaskar gegen die Regierung vorgeht. Diese lässt die Rodung des Regenwalds zu, um Geschäfte zu machen und sich zu bereichern. Zu jedem einzelnen Fall, den die Schüler hervorheben wollten, standen zusätzlich Stellwände mit Plakaten und dazu gehörenden Briefen bereit, die der Unterstützung der bedrohten Menschen dienen. Diese Briefe enthalten harte Fakten, die den jeweiligen Regierungen zugeschickt werden, um öffentlichen Druck auf sie auszuüben. Viele Schüler kauften, nachdem sie einen Brief unterschrieben hatten, noch ein Stück Kuchen. Das Geld, welches der Seminarkurs an diesem Tag durch den Kuchenverkauf einnahm, wurde für die Bezahlung der Portokosten verwendet. Etwa 500 Briefe wurden versendet. Als Abschluss der Menschenrechtswoche fand am Freitag den 15. Dezember ein Spendenlauf statt, der von der SMV organisiert wurde. Schüler aller Klassenstufen liefen 45 Minuten in der Sporthalle des Hebelgymnasiums und sammelten mit den gelaufenen Runden Geld für die AIDS Hilfe in Heidelberg. Dieses Jahr war es dem Hebelgymnasium leider nicht möglich, ein Programm bezüglich der Welt-AIDS Woche aufzustellen, daher wurde diese Aktion mit der Menschenrechtswoche verbunden.

Ein Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, Kuchenbäckerinnen und -bäcker, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie an das gesamte Organisationsteam, darunter die SMV, die Mentoren und den Seminarkurs unter der Leitung von Frau Schwichtenberg.

(Katharina Faude)

„Ich will meine Meinung sagen dürfen“ – In einer kleinen Theaterszene verdeutlichen Ellen Angstmann, Nele Morath, Naema Kessler, Lars Angstmann, Alisa Enichlmayr und Martina Bijelic, wie Menschen mundtot gemacht werden und welch wichtiges Menschenrecht die Meinungsfreiheit ist.
„Ich will meine Meinung sagen dürfen“ – In einer kleinen Theaterszene verdeutlichen Ellen Angstmann, Nele Morath, Naema Kessler, Lars Angstmann, Alisa Enichlmayr und Martina Bijelic, wie Menschen mundtot gemacht werden und welch wichtiges Menschenrecht die Meinungsfreiheit ist.