06.07.20

Lern- und Förderprogramm „Lernbrücken“ in den Sommerferien

Liebe Erziehungsberechtigte unserer Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich Sie pflichtgemäß über ein landesweites Lern- und Förderangebot in den letzten beiden Wochen der Sommerferien informieren, welches bei entsprechendem Bedarf auch am Hebel-Gymnasium zur Umsetzung gelangen wird. Das Konzept dieses Förderprogramms ist auf den Internetseiten des Kultusministeriums für jedermann detailliert nachzulesen; ich habe Ihnen die relevanten Informationen auszugsweise zusammengestellt:

 

„Lernbrücken“ - ein landesweites Lern- und Förderangebot in den Sommerferien

1. Vorbemerkung

Durch die Schulschließung seit dem 17. März 2020 war ein Großteil der Schülerinnen und Schüler auf das Lernen zu Hause angewiesen. Die Lehrkräfte haben sich mit großem Engagement dafür eingesetzt, dass unter diesen schwierigen Bedingungen der Erziehungs- und Bildungsauftrag umgesetzt werden konnte. Trotzdem konnten nicht alle Schülerinnen und Schüler gleich gut erreicht werden. Nach Wiedereröffnung der Schulen konnten auch nicht alle Klassen gleichzeitig an die Schulen kommen, so dass manche Schülerinnen und Schüler sehr lange Zeit von zu Hause lernen mussten.
Dies hat bei einigen, insbesondere bei leistungsschwächeren, Schülerinnen und Schülern Nachholbedarf zur Folge. Um diesem Rechnung zu tragen und interessierten Schülerinnen und Schülern auch zusätzliche Lernangebote zu machen, wird das Lernund Förderprogramm „Lernbrücken“ in den letzten beiden Wochen der Sommerferien an Vollzeitschularten angeboten. Den Schülerinnen und Schülern soll die Möglichkeit geboten werden, Unterrichtsstoff nachzuholen und somit besser vorbereitet und motiviert in das nächste Schuljahr zu starten.

2. Zielgruppe

Das Programm richtet sich unter anderem an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I der weiterführenden Schulen, die aufgrund der Schulschließungen seit Mitte März 2020 schwerer als andere erreicht werden konnten oder aus organisatorischen Gründen auch länger als andere Schülergruppen nur von zu Hause aus lernen konnten. Die Teilnahme wird von den Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern in Abstimmung mit den Fachlehrkräften denjenigen Schülerinnen und Schülern empfohlen, die nach ihrer Einschätzung eine zusätzliche qualifizierte Förderung benötigen. Mögliche Auswahlkriterien sind:

  • Leistungsdefizite schon vor der Schulschließung (Notenbild),
  • schlechte bzw. keine Erreichbarkeit während der Schulschließung,
  • erkennbare Defizite im Fernlern- bzw. Präsenzunterricht,
  • erkennbare Gefahr des Wiederholens.

Die Empfehlung zur Teilnahme am Förderprogramm wird von der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer den jeweiligen Schülerinnen und Schülern persönlich mitgeteilt.

3. Eckpunkte der Konzeption

Zeitraum:
Die Lern- und Förderangebote finden grundsätzlich in den letzten beiden Wochen der Sommerferien statt. Es kann auch an benachbarten Standorten bzw. gemeinsam für mehrere Schulen oder Schulstandorte angeboten werden. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden (Regierungspräsidien und Staatliche Schulämter) sind für die Koordination der Angebote und für eine regional ausgewogene Verteilung verantwortlich.

Inhalte:
Der Schwerpunkt des Förderangebots liegt auf einer möglichst schülerindividuellen Förderung, die auf dem aktuellen Lernstand aufbaut. Dabei orientieren sich die Schulen an den Standards und Kompetenzen des Bildungsplans des abgeschlossenen Schuljahrs.

Personal:
Nach Möglichkeit sollen die Angebote von Lehrkräften durchgeführt werden; der Einsatz soll grundsätzlich auf freiwilliger Basis erfolgen.

Gruppenbildung:
Allgemein bildende Schulen: Die Gruppengröße liegt bei max. 16 Schülerinnen und Schülern. In Abhängigkeit zur Teilnehmerzahl können sowohl jahrgangsübergreifende Lerngruppen als auch Lerngruppen in Kooperation mit benachbarten Standorten schulartübergreifend eingerichtet werden.vDie Förderkurse finden grundsätzlich in den Räumen der Schule statt.

Struktur der Lerneinheiten: 
Die Struktur der modularen Lern- und Förderangebote entspricht den Gegebenheiten der jeweiligen Schulart und soll sich an der nachstehenden Übersicht orientieren:

Sekundarbereich I (Gymnasium)
Lernsequenzen von 3 x 60 Minuten pro Vormittag; inhaltlich gegliedert in die Förderbereiche Deutsch, Mathematik und „Schwerpunktförderung“ (z. B. schülerindividuelle Vertiefung oder ggf. Fremdsprache).

 

Falls die Fachlehrkräfte Deutsch / Mathematik / Englisch Ihres Kindes nach Absprache zur Auffassung gelangen, dass Ihrem Kind die Teilnahme an der „Lernbrücke‘ zu empfehlen ist, wird sowohl Ihr Kind direkt von seiner Klassenleitung angesprochen als auch Ihnen per Briefpost in Kürze ein entsprechendes Schreiben zugestellt. Dieses Schreiben enthält einen Rückmeldeabschnitt, den Sie bitte bis spätestens 15. Juli 2020 dem Sekretariat der Schule zukommen lassen, entweder per Briefpost oder als Scan per E-Mail. Die persönliche Abgabe im Sekretariat ist selbstverständlich ebenfalls möglich.


Die Schulleitung vertritt die Auffassung, dass das zweiwöchige Lern- und Förderprogramm „Lernbrücken“ in den Sommerferien keinesfalls einen angemessenen Ersatz für eine freiwillige Wiederholung der Klassenstufe darstellen kann. Das Angebot in den „Lernbrücken“ wird sich gemäß des o. g. Konzepts auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch beschränken. Daher wird es unabhängig von der Teilnahme an den „Lernbrücken“ die angekündigten Empfehlungen zur freiwilligen Wiederholung der Klassenstufe in all den Fällen geben, in denen die Klassenkonferenz am 17. Juli 2020 zur Auffassung gelangt, dass eine erfolgreiche Fortsetzung der Schullaufbahn eines Kindes nur durch eine freiwillige Wiederholung möglich erscheint.


Selbstverständlich stehen die Lehrkräfte des Hebel-Gymnasiums sowie die Schulleitung für Auskünfte und Beratungen gerne zur Verfügung.

 

 

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen

Stefan Ade, OStD

- Schulleiter -