Macht mich mein Handy krank? Verbringe ich zu viele Stunden damit oder sehe ich Beiträge, die mich belasten? Das Internet gesünder zu nutzen, ist das Ziel einer Studie, die nun auch am Hebel-Gymnasium angeboten wird.
Die Neuntklässler sind eingeladen mithilfe einer App ihr Verhalten und die emotionalen Auswirkungen zu beobachten. Die Schulsozialarbeiterin Maria Fuhrer hat die „BootstrApp“ an die Schule geholt. Das psychologische Institut der Heidelberger Universität kam nun an das Hebel-Gymnasium, um die Studie vorzustellen. Das Projekt will Schüler, Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte dabei unterstützen, Risiken zu erkennen und zu verstehen, wie problematische Verhaltensweisen zu Suchterkrankungen und weiteren Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit führen können.
Um die Risiken problematischer Onlinegewohnheiten bei Jugendlichen zu erfassen und individualisierte Präventionsprogramme zu entwickeln, haben 22 wissenschaftliche Institutionen in Europa zu gemeinsamer Forschung zusammengeschlossen. Die bisher größte wissenschaftliche Studie dieser Art will neue Ansätze zur Förderung der psychischen Gesundheit in Zeiten zunehmender Digitalisierung schaffen.
„Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine Reihe von Online-Verhaltensweisen wie zum Beispiel Gaming, die Nutzung sozialer Netzwerke, Glücksspiel, aber auch Online-Shopping oder Online-Pornografie mit Kontrollverlust einhergehen und in der Folge Probleme für junge Menschen und ihre Familien verursachen können“, erklärten die Psychologinnen. Die täglichen Online-Gewohnheiten Jugendlicher – per App erfasst – sollen Aufschluss geben, ob und wie sich die zunehmende Digitalisierung auf die psychische Gesundheit junger Menschen auswirkt. Die Teilnahme ist freiwillig, ein Einstieg unter www.internetandme.eu noch möglich.
Birgit Schillinger
