02.08.17

Jonas Bedford-Strohm zu Gast im Seminarkurs „Interreligiöse Dialoge“ am Hebel

Zur Abschlusssitzung des universitätspropädeutischen Seminarkurses „Interreligiöse Dialoge“ am Hebel-Gymnasium hatte Religionslehrer Dr. Henning Hupe einen besonderen Gast eingeladen: Jonas Bedford-Strohm, der gerade seine Masterarbeit an der Universität Heidelberg in evangelischer Theologie eingereicht hat und jetzt in München kirchliche Pressearbeit für die ARD macht. Bekannt wurde Jonas Bedford-Strohm, als er 2013 seinen Vater kritisch und neugierig zu dessen Theologie befragte: „Wer’s glaubt, wird selig“ heißt das aus diesem Interview entstandene Buch von Vater und Sohn.

Der Gast aus München, dessen Zugfahrkarte dankenswerter Weise vom Freundeskreis des Hebel-Gymnasiums finanziert wurde, befragte die Hebelianer nach ihren Einsichten und Erkenntnissen in ihren ersten wissenschaftlichen Arbeiten. Und er zeigte sich überrascht über das hohe Niveau. Die Oberstufenschüler hatten zu breit gefächerten Themen recherchiert wie beispielsweise „Religionskritik bei Friedrich Nietzsche“, „Jenseitsvorstellungen in den Weltreligionen“, „Sinnerfahrungen in den Religionen des 21. Jahrhunderts“, „Bildungsungleichheit“ und „Klonen“.

Nachdem die SchülerInnen ihre Arbeiten kurz präsentiert hatten, antwortete Bedford-Strohm aus Perspektive des Theologen: wissenschaftlich und zugleich sehr persönlich. Damit provozierte er ein intensives Gespräch, in das auch das Publikum - SchülerInnen aus den 10. Klassen und dem Neigungskurs Religion - engagiert einstieg: Ist Gott ein starker und perfekter Gott oder eher ein schwacher, mitleidender Gott? Was ist Religion, wie geschieht religiöse Prägung? Was unterscheidet Religion in einer Glaubensgemeinschaft von der Situation im Fußballstadion? Solche und weitere Fragen führten dazu, dass auch Jonas Bedford-Strohm zum Schluss erst mal das „Hirn lüften“ musste.

(Birgit Schillinger) 

Henning Hupe, Mika Kiefer, Melda Tavsan, Farah Abasi, Elin Händel diskutieren mit dem jungen Theologen Jonas Bedford-Strohhm (3. von links).
Henning Hupe, Mika Kiefer, Melda Tavsan, Farah Abasi, Elin Händel diskutieren mit dem jungen Theologen Jonas Bedford-Strohhm (3. von links).