07.12.23

Erlebnispädagogische Tage für die 8. Klassen am Hebel-Gymnasium

Im Rahmen des neuen Mittelstufenkonzepts am Hebel-Gymnasium wurde mit allen achten Klassen kurz vor und kurz nach den Herbstferien ein erlebnispädagogischer Tag durchgeführt. Die Idee dahinter ist, den neu zusammengesetzten Klassen eine Möglichkeit zu geben, die neu entstandene Gruppe mit all ihrer Dynamik bewusst zu erleben und eben jene Dynamik professionell zu begleiten und zu gestalten.

Dafür fanden die Tage auch völlig außerhalb des Schulgeländes statt. Man traf sich von 8 Uhr bis 15 Uhr an der Grillhütte in Oftersheim, die der Schule dafür dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Überhaupt kann dieses Angebot am Hebel-Gymnasium den Schüler*innen kostenfrei angeboten werden, da aus den Reihen der Lehrkräfte entsprechend qualifiziertes Personal gestellt werden kann und sich hier auch engagiert.

Das ganze Programm fand im Freien und eben bewusst „naturnah“ statt. So konnten sich die Jugendlichen nach einer kleinen Warm Up – Phase der ersten Kooperationsaufgabe stellen. Anhand der von außen völlig unbeeinflussten Herangehensweise der Gruppe wurden dann gemeinsam mit der Gruppe die Zielvereinbarungen für den Tag getroffen. Eben jene Zielvereinbarungen bezüglich der Kooperation im besten Sinne aller durften anschließend in mehreren immer komplexeren Kooperationsaufgaben trainiert werden. Dabei wurde immer wieder in Phasen des Reflektierens der Fokus auf den Prozess gelenkt – „was lief schon gut?“, „was könnte besser sein?“ etc.

Nach der etwa einstündigen Mittagspause, in der die Klassen sich dem selbst mitgebrachten Buffet und vielen Gesprächen widmeten, ging es an die finale Kooperationsaufgabe, die auch einiges an persönlichem Einsatz und individueller Anstrengung erforderte: den Niedrigseilgarten (siehe Bilder). Etwa 90 Minuten benötigten die Gruppen, um diesen unter Einhaltung der Sicherheitsregeln und mit Hilfe der bislang erzielten Trainingsergebnisse zu meistern. Auch hierbei gab es Unterbechungen zur Reflexion und Besprechung des Vorgehens – mit möglichst wenig Beteiligung der den Prozess begleitenden Personen. Abschließend wurde mit Blick auf den ganzen Tag die Entwicklung der Gruppe reflektiert – immer mit dem Augenmerk darauf, dass eine solche Gruppe ihre ganz eigene Dynamik entfaltet und nur selbst ihre ganz eigenen Wege zu Kooperation und anständigem Umgang miteinander kennen kann. Eben diese Wege zum Vorschein kommen zu lassen, bewusst werden zu lassen, sich entfalten zu lassen und letztlich als Gruppe in dieser Hinsicht gestärkt aus dem Tag hervorzugehen, war Ziel des Programms und der Durchführenden – insofern das an einem Tag möglich ist.

Die Rückmeldungen waren sehr positiv und nicht nur den Klassen und den Eltern, sondern auch den Durchführenden (Kerstin Scherer & Daniel Zischka) war klar: bitte mehr davon!

Daniel Zischka