Milliardärin (Viola Koc) will sich an ihrem ehemaligen Jugendfreund (Mika Kiefer) rächen. Die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“, eine Parabel über die Versuchung, wurde von der Theater-AG des Hebel-Gymnasiums sehr beeindruckend in Szene gesetzt.
Milliardärin (Viola Koc) will sich an ihrem ehemaligen Jugendfreund (Mika Kiefer) rächen. Die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“, eine Parabel über die Versuchung, wurde von der Theater-AG des Hebel-Gymnasiums sehr beeindruckend in Szene gesetzt.
Am Ende stimmen alle für den Kollektivmord. Die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“, eine Parabel über die Versuchung, wurde von der Theater-AG des Hebel-Gymnasiums sehr beeindruckend in Szene gesetzt.
Am Ende stimmen alle für den Kollektivmord. Die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“, eine Parabel über die Versuchung, wurde von der Theater-AG des Hebel-Gymnasiums sehr beeindruckend in Szene gesetzt.

Die alte Dame – immer wieder aktuell: Theater-AG inszeniert Dürrenmatts Tragikomödie

10.07.2018

„Der Besuch der alten Dame“ ist zurecht ein Welterfolg: Die Parabel über Rache, Schuld und über die Verführung der Menschen durch Geld ist auch 62 Jahre nach ihrer Uraufführung aktuell, ergreifend und unterhaltsam zugleich. Die Theater-AG des Hebel-Gymnasiums hat sich bei der Inszenierung der Tragikomödie von Friedrich Dürrenmatt auf die starke Symbolik der Sprache konzentriert. 

Das Bühnenbild ist extrem schlicht, gespielt wird vor einem schwarzen Vorhang, weiße Würfel werden zum Verkaufstresen oder Gemeindesaal umgeschichtet. Die Wirkung erzielen die Schauspieler durch ihre beeindruckende sprachliche Ausdrucksfähigkeit, ihre hervorragende Gestik und Mimik. Regisseur Daniel Zischka kann sich auf seine jungen Talente verlassen: Viola Koc (alte Dame), Johanna Siekmann (Lehrer), Katharina Wagner (Bürgermeister), Lisa Bruckner (Pfarrer) und Lena Kappenstein (Arzt) gehen in ihrer Rolle auf. 
Wie der AG-Leiter Zischka später dem Publikum erzählte, fiel kurz vor den Pfingstferien der Hauptdarsteller aus. Damit stand sogar die Aufführung auf der Kippe. Aber Abiturient Mika Kiefer sprang ein, lernte über die Ferien den Text und verkörperte perfekt den gealterten Jugendfreund - mit seinem immer mehr schwindenden Selbst- und wachsenden Schuldbewusstsein, der sich am Ende seiner Ermordung hingibt.
Wie sich unter den Bewohnern von Güllen schleichend die Versuchung breit macht, wird von Lisa Rung, Lena Müller, Lorida Disha und Jule Kauer subtil und überzeugend gespielt. Die Crew der Milliardärin - Marcel Herm, Martin Wilhelm, Sonephet Phothirath, Daniel Kianersi, Daniel Rösch und Alexander Jordan – erntet zahlreiche Lacher aufgrund makaberer Situationskomik. In den weiteren Rollen glänzen Svante Gebauer, Kjara Krunic und Laetitia Dobiasz. Hut ab vor der schauspielerischen Leistung und stimmigen Inszenierung!