03.05.19

Deckel gegen Polio

Auch das Hebel-Gymnasium hat für die Aktion „Deckel gegen Polio“ fleißig Deckel gesammelt. Die bisher gesammelten Deckel werden wir ein letztes Mal am Freitag, 3. Mai, 9 Uhr zur Sammelstelle fahren (Wer noch Deckel hat, bitte diese bis Donnerstag am Lehrerzimmer abgeben).

Warum endet die Aktion? Hier die Stellungnahme der Organisatoren:

„Wir haben es – gemeinsam mit Ihnen, den vielen Sammlern und Unterstützern – geschafft, innerhalb der Zeit, die wir jetzt aktiv sind, 1.105 Tonnen Deckel zu erfassen, zu transportieren und zu verwerten. Die Erlöse in Höhe von 270.000 € haben gereicht, um rund 3.315.000 Impfungen weltweit zu finanzieren.

Leider kommt nun die schlechte Nachricht: Wir werden das Projekt „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ zum 30.06.2019 einstellen.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Die Preise auf dem Markt für Sekundärrohstoffe sind zuletzt deutlich gesunken. Es kann daher nicht sichergestellt werden, dass wir auch in Zukunft die Erlöse erzielen, die erforderlich sind, um das Motto der Sammlung zu erfüllen. Hintergrund dieser Preisentwicklung sind Marktverschiebungen, die durch das chinesische Importverbot für Kunststoffabfälle ausgelöst wurden. Es ist eine so große Menge auf dem Markt, dass auch unsere gute Qualität auf dem deutschen Markt nur schlechte Preise erzielt.
  • Die EU hat in ihrer Kunststoffstrategie, die wir für völlig richtig und notwendig halten, festgelegt, dass künftig die Deckel fest mit den Flaschen verbunden sein müssen. Uns geht also mittelfristig das Sammelmaterial aus.
  • Wir sind vom Erfolg überrollt worden. Das Projekt ist inzwischen so groß geworden, dass es für eine handvoll Ehrenamtliche in ihrer Freizeit nicht mehr ordentlich betrieben werden kann. Wir waren bereits seit langer Zeit eigentlich dauerhaft im Einsatz, egal ob tagsüber in den Pausen, nach Feierabend, an den Wochenenden, Feiertagen oder auch im Urlaub. Leider ist nun der Punkt erreicht, an dem wir, auch aufgrund zwischenzeitlicher Veränderungen im Beruf und im Privaten, es einfach nicht mehr schaffen.“

Birgit Schillinger