23.03.19

Candide - Voltaires Klassiker in Bildern: Besuch in der Ausstellung im Schwetzinger Schloss

„Was ist das - Optimismus? fragte Cacambo. Ach, erwiderte Candide, das ist der Wahnsinn, zu behaupten, dass alles gut sei, auch wenn es einem schlecht geht.“ 

Dieses Zitat ist einer der berühmtesten Sätze in Voltaires Klassiker „Candide“, an welchem er neben geschäftlichen Angelegenheiten mit dem Kurfürsten Carl Theodor 1752 in Schwetzingen arbeitete. Somit wurde tatsächlich hier in Schwetzingen ein Stück Weltliteratur geschaffen!
Zu Ehren des hier verfassten bedeutenden Werkes des französischen Aufklärers wird derzeit – noch bis zum 22. April 2019 -  im Schwetzinger Schloss, genauer gesagt im Lapidarium, eine Ausstellung gezeigt. Zu sehen sind hauptsächlich Illustrationen. Kuratiert wurde die Ausstellung von Josef Walch, einem Schwetzinger Künstler, der auch etliche Jahre am Hebel-Gymnasium als Kunstlehrer tätig war.

Voltaire ( 1694-1779) war einer der einflussreichsten Philosophen seiner Zeit und ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Diese Anerkennung in der „ewigen Geschichte“ erreichte er durch seine Klassiker, von denen etliche einen Platz in der Weltliteratur fanden. Seine Schrift „Über die Toleranz“ wurde unter dem Eindruck der jüngsten politischen Spannungen in Frankreich zu einem aktuellen Bestseller.
Voltaires allgemein verständlichen Werke sind von sarkastischem Witz, Ironie und vor allem von Satire geprägt. Viele sind der Meinung, dass sein einzigartiger Schreibstil von keinem anderen übertroffen werden könne.
Umso bemerkenswerter ist es, dass dieser Mann auf seiner Flucht aus Preußen seinen Weg in das Schwetzinger Schloss fand, wo er von unserem pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor freundschaftlich aufgenommen wurde.

Unsere Klasse, die 10c, besuchte zusammen mit den Lehrkräften Gundolf March und Hanna Schwichtenberg die Ausstellung, was die im Unterricht behandelte Epoche der Aufklärung gut ergänzte. Ein kleines Voltaire-Rätsel spornte die Schüler*innen an, ihr Wissen unter Beweis zu stellen.

(Evelin Enders, Klasse 10c)