01.07.18

Astronomie anschaulich erklärt Hebel: wieder als Partnerschule bei Explore Science dabei

„Astronomie“ war das Thema der naturwissenschaftlichen Erlebnistage „Explore Science“ im Mannheimer Luisenpark. Das Hebel-Gymnasium war wieder Partnerschule der von der Klaus Tschira Stiftung organisierten Mitmachausstellung. Astronomielehrer Enrico Malz hatte reizvolle Stationen zum Selber-Forschen entwickelt.  

Wie misst man in der Astronomie die Entfernung, die Helligkeit, die Oberflächentemperatur oder die chemische Zusammensetzung eines Sterns? Diese Methoden konnten die Gäste rund um das eigene Zelt des Hebel-Gymnasiums kennenlernen und selber ausprobieren. Mit der Parallaxenmethode werden Entfernungen naher Sterne berechnet. Im Luisenpark ermittelten die Besucher mithilfe von zwei Theodoliten unter anderem die Höhe des Fernsehturms. Übrigens revolutionieren die Ergebnisse, die der Gaia-Satellit durch die Parallaxen-Vermessung von über einer Milliarde Sterne liefert, durch die neuen, riesigen Datenmengen gerade die Astronomie. 
Bei der Spektroskopie wird das Licht eines Sterns in seine Farben zerlegt, was dann Aufschluss über seine Atmosphäre gibt. Bei der Station wurde das Licht einer Glühbirne und das einer Wasserstofflampe untersucht. Und wie sehr sich doch das Auge täuschen kann, wenn es die Helligkeit einschätzen soll, zeigte die Station mit der Magnitudenbox. Obwohl das Auge meint, dass die Helligkeit der sechs Lampen linear wachse, steigt die Leistung der Lampen sogar etwa exponentiell an.

Für diese Projekte haben außer Enrico Malz auch die Lehrer Florian Seitz und Heiko Stangl ihre Schüler aus den beiden Astronomiekursen der Oberstufe sowie die Zehntklässler aus den NwT- (Naturwissenschaft und Technik)-Klassen eingebunden. Die Hebelianer hatten nun ihre Freude, den interessierten „Explore Science“-Besuchern Methoden der Astronomie so anschaulich zu erklären. 

(Text und Foto: Birgit Schillinger)

Hebel-Schüler Luis Erb (blaues T-Shirt) erklärt den Besuchern, wie mit einem Theodoliten Entfernungen gemessen werden.
Hebel-Schüler Luis Erb (blaues T-Shirt) erklärt den Besuchern, wie mit einem Theodoliten Entfernungen gemessen werden.