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Aus dem Schuljahr 2011 / 2012



Lesung und Diskussion für die Oberstufe: „Deplatziert“ - das Gefühl der Zeit?

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Diese Lesung führte zu lebhaften Diskussionen unter den Oberstufen-Schülern: Ist die junge Generation wirklich so orientierungslos, wie in dem Roman dargestellt?  Nicole Keller, die engagierte Leiterin der Bücherei im Hebel-Gymnasium, hatte diesen Herbst bereits die zweite Lesung im Hebel-Gymnasium organisiert.

 Ermöglicht wurde die Veranstaltung auch durch die Schwetzinger Stadtbibliothek. Für die Jahrgangsstufe 1 (frühere Klasse 11) lud die Bibliothekarin Keller den relativ unbekannten Autor Jörn Birkholz, der seinen Debütroman „Deplatziert“  vorstellte, ein.  Der Autor las aber nicht selber vor, sondern ein Schulfreund von ihm: Stephan Groß trug zunächst eine Kurzgeschichte, dann Auszüge aus dem Roman lebhaft und professionell vor. Sowohl in der Kurzgeschichte „Der Notenknaller“ als auch in dem Roman fällt die saloppe mit Schimpfwörtern gespickte Sprache auf. Birkholz will provozieren. Und das ist ihm gelungen. Seine „Helden“ sind „Looser“, die ihr Leben nicht geregelt bekommen. Im Roman laviert sich der namenlose Ich-Erzähler  - ein Dauerstudent - mit Drogen, Partys und fast inhaltslosen Diskussionen durch den Alltag. Ist dies ein Spiegel der heutigen Studentengeneration? Die Hebel-Schüler zeigten durch einen Extra-Applaus, dass sie die Leistung des Vorlesers Stephan Groß, ansonsten Fotomontage-Künstler,  zu schätzen wussten. Dem „schnoddrig“ auftretenden Autor dagegen stellten sie teilweise unbequeme Fragen wie beispielsweise „Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?“.

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