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Aus dem Schuljahr 2011 / 2012



Lateiner auf den Spuren der Römer in Trier

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Gallia est omnis divisa in partes tres …  ein Satz, der den meisten (ehemaligen) Lateinschülern sehr bekannt sein dürfte. So auch den 9ern am Hebel, die sich alle in diesem Schuljahr unter anderem mit Caesar im Unterricht beschäftigten.

Um ein bisschen vom Flair dieser Zeit mitzubekommen und einen Eindruck von römischer Baukunst zu erhalten, führte der Weg in die einstige Hauptstadt der Provinz Gallia cisalpina, die zeitweise sogar Regierungssitz des Weströmischen Reiches und somit Sitz der Kaiser war.
Mit zwei Bussen machten sich die über 60 Lateinschüler aus den Klassen 9a, 9b und 9c mit ihren Lehrern Frau Hack, Frau Jung, Herrn Kuhs und Herrn Roth auf den Weg ins Moselgebiet, wo einst die Treverer siedelten, die Römer zunächst eine Brücke bauten und schließlich von hier aus die halbe Welt regierten.
In Trier wurden die Hebelianer von zwei „waschechten Römern“ empfangen und auf eine erlebnisreiche Tour durch die Geschichte der Stadt mitgenommen. Los ging die Reise in die Geschichte bei der Porta nigra, dem nördlichen Stadttor der römischen Stadt und zugleich dem besterhaltenen auf deutschem Boden aus dieser Zeit. Nach einem Blick ins Innere dieser wehrhaften Stadtbefestigung und einem Ausblick vom obersten Stock auf die Stadt, führte der Weg zum Dom, der ältesten Bischofskirche in Deutschland.
Nach dem Besuch des Domes und dem Durchschreiten des Kreuzganges brachte die badischen hospites eine Abkürzung durch die Domstadt direkt zur einstigen Konstantinsbasilika und zum kurfürstlichen Schloss. Die Fassade des Rokokobaus und die Statuen im Park boten die Gelegenheit, die Kenntnisse in antiker Mythologie wieder ein bisschen aufzufrischen, denn wer waren doch gleich Flora, Phaeton, Meleager oder Poseidon?
In den Kaiserthermen konnte die Gruppe in den Untergrund eines römischen Bades abtauchen und die ellenlangen und schmalen Gänge der Heizanlage durchschreiten, mit der die Römer nicht nur für warmes Wasser und beheizte Fußböden sorgten, sondern auch Kondenswasser an den riesigen Scheiben ihrer Bade- und Wellnesstempel zu verhindern wussten. Nach so vielen geschichtlichen Informationen konnten sich alle noch für den letzten Teil der Besichtigungstour in der Trierer Innenstadt stärken.
Vor der Rückreise stand mit dem Amphitheater noch ein weiteres Highlight des Besuches an der Mosel auf dem Programm. Die zehntgrößte erhaltene Arena aus der Römerzeit stellten einige Schüler in kurzen Referaten vor, ehe alle noch die Gelegenheit hatten, die Rundumsicht vom obersten Rang der beeindruckenden Anlage und die Subkonstruktionen der elliptischen Arena zu erkunden.

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