Das Projekt zielt im Wesentlichen darauf ab, das Bewusstsein unserer Teilnehmer dafür zu schärfen, unser kulturelles Erbe zu erhalten und gleichzeitig innerhalb unserer globalisierten Welt eine an ihre Heimat gebundene Identität zu finden. Die SchülerInnen beschäftigen sich hierbei im Rahmen verschiedener thematischer Schwerpunkte damit, auf welche Weise Europäer in der Vergangenheit Voraussetzungen für das moderne Europa geschaffen haben – dieses Wissen wiederum soll unsere SchülerInnen darin unterstützen, mit den Herausforderungen ihrer Zukunft besser umzugehen.
Das Privatgymnasium Florian Überreiter in München übernimmt diesmal die Projektkoordination, die Partnereinrichtungen befinden sich außer bei uns in Spoleto (Italien), Nachod (Tschechien) und Amiens (Frankreich). Die fünf internationalen Treffen, die jeweils von einer Partnerschule organisiert werden, basieren jeweils auf einem inhaltlichen Schwerpunkt innerhalb des übergeordneten Projektthemas, z.B. Kunst und Architektur, Geographie und Umwelt, Musik, Sport und Spiele, Küche und Esskultur. Die gemischtnationalen Schülerteams arbeiten hierbei die jeweiligen kulturellen Besonderheiten heraus, vergleichen sie, dokumentieren ihre Ergebnisse und präsentieren sie auf Englisch.
Um das Gelernte zu festigen und zu vertiefen, suchen die Projektteilnehmer bei jedem Treffen auch historische Stätten auf; auf diese Weise soll auch ein Verständnis für Verbindungen zwischen verschiedenen europäischen Ländern geschaffen werden. Ferner ermöglicht auch jedes Arbeitstreffen den TeilnehmerInnen einen Einblick in eine andere europäische Schule, deren Unterrichtsmethoden und Lernumfelder.
Durch diesen ganzheitlichen Ansatz sollen die teilnehmenden SchülerInnen ihr interkulturelles Verständnis weiterentwickeln und ihre kommunikativen Fertigkeiten, vor allem in den Fremdsprachen, verbessern.
Das Projekt ist bis zum Ende des Schuljahres 2011/ 2012 vorgesehen. Bis dahin sollen alle in den einzelnen Projekttreffen erarbeiteten Ergebnisse evaluiert und schließlich als Endprodukt eine Broschüre erstellt werden.
Unser erstes Projekttreffen in Schwetzingen
Das erste Treffen zwischen Schülern und Lehrern aus Nachod, Amiens, München und Schwetzingen fand vom 18. bis zum 22. Oktober 2010 am Hebel-Gymnasium statt: An unserer Schule nahm das Projekt zum ersten Mal konkretere Formen an und es wurden die Schwerpunkte der kommenden Treffen bestimmt.
Nach einer Willkommensfeier im Mensagebäude besuchten die Gastschüler am zweiten Tag den Unterricht. Da der jeweilige soziale Hintergrund der Schulen groß ist, gab es hier für die Besucher wie für die Besuchten viel zu vergleichen und zu entdecken.
Der Nachmittag führte unsere Gäste ins Prunkstück Schwetzingens, wo sie nicht nur den Garten bestaunten, sondern im Schloss noch andere Umgangsformen kennen lernten: Eine interaktive, handlungsorientierte Schlossführung machte die Projektteilnehmer nicht nur mit der Geschichte der Kurpfalz, sondern auch dem Hofzeremoniell zur Zeit des Kurfürsten Carl Theodors vertraut. Am Ende beherrschten alle den Kratzfuß und den Knicks in Vollendung…
Am Mittwoch sollte schließlich gearbeitet werden: Die deutschen, tschechischen und französischen Schüler wurden munter durchmischt und bearbeiteten fünf Themen, die sie am nächsten Tag präsentieren sollten. So gestaltete eine Gruppe Schüler unter Anleitung von Frau Grimm Schulstühle neu, um ihnen ein individuelleres Aussehen zu verleihen. Eine andere Gruppe wandte mit Frau Roquette in kreativer Weise Pythagoras‘ Theorien praktisch an, während weitere Schüler sich mit Frau Schillinger auf einen Spaziergang in Schwetzingen begaben, um Traditionelles und Visionäres zu fotographieren. Frau Bachmanns Schülergruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie die „Stadt der Zukunft“ aussehen könnte, und Frau Bellemanns Schüler fanden mehr über Johann Peter Hebel und seine Bedeutung in unserer heutigen Gesellschaft heraus. Gewissermaßen zur Belohnung ging es am Nachmittag nach Ladenburg, wo Frau Mutschler kundig in die antike und mittelalterliche Geschichte der Stadt einführte.
Der vorletzte Vormittag der Projektwoche beinhaltete schließlich die Präsentation der Projektarbeit. Außerdem stellten die Gastschüler jeweils noch ihre eigene Stadt bzw. ihr eigenes Land vor, was viel Lust auf Amiens, München und Nachod machte. Am Nachmittag genossen wir den herbstlichen Schlosspark in Heidelberg – ein Ausflug, der so langsam auch etwas Abschiedsstimmung einleitete. Trotz der wenigen Tage, die die Schüler und Lehrer zum gegenseitigen Kennenlernen hatten, war das gegenseitige Interesse groß, so dass es viele Schwetzinger Schüler nach dem Abschied am letzten Morgen gar nicht erwarten konnten, recht bald zum Gegenbesuch aufzubrechen.
Unser zweites Projekttreffen in Amiens (Frankreich)
Unser zweites Projekttreffen führte uns vom 14. bis 18. Februar 2011 nach Amiens, einer nordfranzösischen Stadt in der Nähe von Paris. Sieben Schüler aus den Klassen 8a und 8b wurden von Frau Bellemann und Frau Bachmann begleitet. Da die Zugfahrt nach Amiens auch einen Umstieg in Paris erforderte, durfte auf der Hinfahrt eine ausgedehnte Mittagspause in der französischen Hauptstadt nicht fehlen. Gestärkt nach einem Mittagessen mit Crêpes (und, nun ja, auch mit Pommes und Burgern…), dem obligatorischen Fotoshooting mit dem Eiffelturm im Hintergrund und einem kleinen Bummel durch das Quartier Latin traten wir den letzten Teil der Reise nach Amiens an, wo wir herzlich von den beiden verantwortlichen französischen Lehrern empfangen wurden.
Im Gegensatz zu anderen Projekttreffen übernachteten diesmal alle Gäste in einer Jugendherberge, was den Schwetzinger Schülern ausnehmend gut gefiel, da sie so besonders intensiv Kontakt zu Schülern der anderen Gastschulen knüpfen konnten.
Unterstützt wurden diese Begegnungen zunächst durch die Projektarbeit in gemischtinternationalen Gruppen. Da der Schwerpunkt des Treffens in Amiens die Felder Kunst, Architektur und Musik abdeckte, sahen die Workshops zum Beispiel vor, mit Hilfe eines Computerprogramms Neufassungen traditioneller europaweit bekannter Melodien zu schaffen oder mit Hilfe von Jules Vernes Methoden genaue Winkelberechnungen der Kathedrale von Amiens durchzuführen. Ein anderes Projekt stellte die Kathedrale insofern in den Mittelpunkt, als die Schüler mit Hilfe einer Papiervorlage der Spitzbögen Fantasieobjekte bastelten.
Exkursionen am Nachmittag vertieften das Gelernte vom Vormittag, beispielsweise ein Spaziergang auf den Spuren Jules Vernes oder eine historische Stadtführung durch Amiens, bei der die Schüler unter anderem die berühmte Kathedrale bestaunen konnten und in ihre Besonderheiten eingeführt wurden. Auch das abwechslungsreiche Abendprogramm bezog sich teilweise auf den thematischen Schwerpunkt des Projekttreffens; so konnten die Schüler etwa alte pikardische Instrumente ausprobieren und sich zu deren Klängen in traditionellen Tänzen üben.
Am Ende der Woche zogen alle Schwetzinger Schüler ein sehr positives Resümee; einige von ihnen waren zum ersten Mal für mehrere Tage in Frankreich gewesen, auch die Erfahrung an einer französischen Schule, an der wir unter Anderem auch den Englischunterricht mitverfolgen durften, war für die Schüler neu und besonders interessant. Am schönsten fanden die meisten jedoch den Kontakt zu den vielen Gleichaltrigen unterschiedlicher europäischer Schulen, so dass manchen der Abschied voneinander recht schwer fiel.
Im Rahmen des Sokrates-Programms der Europäischen Union arbeitet das Hebel-Gymnasium an einem Comenius-Projekt zum Thema "Wasser - Blaues Gold ".
Außerdem nehmen folgende Schulen daran teil: Unsere ungarische Partnerschule in Papa, das Türr Istvan Gimnazium , das Liceo Pontano Sansi in unserer italienischen Partnerstadt Spoleto, das Cours Fenelon in Toulon in Frankreich, in Spanien das IES El Pont de Suert in der gleichnamigen Stadt El Pont de Suert in den Pyrenäen, sowie das Privatgymnasium Dr. Florian Überreiter in München.
Das Ziel des Programms ist eine internationale Kooperartion und gegenseitiges Kennenlernen von Schülerinnen und Schülern, bzw. Lehrerinnen und Lehrern. Es werden im Unterricht gemeinsam Aspekte zum Thema Wasser bearbeitet. Die Ergebnisse werden dann auf internationaler Ebene (z.B. bei Projekttreffen), sowie auch an der eigenen Schule vorgestellt.
Die am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler werden von folgenden Kolleginnen und Kollegen betreut: Frau Hack, Frau Hammer, Frau Roquette, Herr Schindler, Frau Seefeldt und Frau Muttoni (Projektleiterin und Ansprechpartnerin). Vom 9. - 13. Oktober 2006 fand ein erstes Arbeitstreffen der beteiligten Schulen in Toulon statt, um eine gemeinsame Vorgehensweise abzustimmen. Vom Hebel-Gymnasium nahmen Frau Hammer, Frau Muttoni und Frau Seefeldt teil.
Nachdem nun schon vieles erarbeitet wurde, wie beispielsweise eine Choreografie zum Thema Wasser im Sportunterricht, Ökosysteme in Gewässern der näheren Umgebung im Fach Biologie, Energiegewinnung aus Wasser in Physik, Teilnahme am Peterstaler Schulprojekt zum Thema "Körper im Wasser, Wasser im Körper" im Rahmen des Chemieunterrichts, usw., fand Ende März ein Treffen aller beteiligten Schulen in München statt, an dem die Schüler ihre Projektergebnisse vorstellen konnten. So konnten die Teilnehmer beispielsweise einiges über die Stauseen in den Pyrenäen in der Umgebung der kleinen Stadt El Pont de Suert erfahren oder wie man im Modell ein kleines Wasserkraftwerk bauen kann.
Das Hebel-Gymnasium wurde durch die Schüler Philipp Grohmann (9e), Moritz Frech (9e), Julia Auer (10a), Gina Ronsisvalle (11d) und Carolin Seefeldt (12) vertreten, die ihre Präsentationen über Wasserkraftwerke, Lotuseffekt, Ökosysteme, Choreografie Wassertanz und Brückenbau hervorragend zumeist frei und in englischer Sprache darboten. Begleitet wurde die Schülergruppe vom Schulleiter des Hebel-Gymnasiums Dr. Adalbert Nessel, sowie den Lehrerinnen Gisela Roquette und Juliane Muttoni.
Das gastgebende Münchner Privatgymnasium Dr. Florian Überreiter hatte darüber hinaus ein umfangreiches Besichtigungsprogramm ausgearbeitet, das alle Teilnehmer zum berühmten Walchenseekraftwerk führte , die Lehrkräfte ausführlich über den "Isarplan" zur Renaturierung der Isar unterrichtete und den Schülern eine Stadtrundfahrt, sowie einen Besuch des Deutschen Museums bot.
Nachfolgend sind verschiedene von den Schülerinnen und Schülern ausgearbeitete Präsentationen zum Herunterladen angegeben.
Klasse 9e - Projekt: Der See
Im Rahmen des Comenius Projektes führten wir auch ein Projekt im Biologieunterricht durch. Thema dieses Projektes war der See, am Beispiel des Rohrhöfer Sees. Folgende Themen waren zu behandeln:- Die Analyse des Lebensraumes, d.h. wir betimmten die Lebewesen am und im Wasser.
- Die Untersuchung der Gewässer, d.h. wir maßen die Temperatur der einzelnen Schichten des Sees, sowie den Lichteinfall. Des weiteren führten wir eine Plankton- und Bakterienanalyse durch.
- Die Vermessung des Sees, d.h. wir maßen das Volumen, die Tiefe, den Uferumfang und die Trübung des Rohrhöfer Sees.
- Der Vergleich des tatsächlichen Erscheinungsbild mit den theoretischen Angaben aus unserem Schulbuch.
Eine Präsentation über das Projekt kann man hier herunterladen.
Eine Präsentation zum Thema "Energie aus Wasser"
Hier kann man eine weitere Präsentation zum Thema "Brücken" herunterladen. Sie entstand im Rahmen der Begabten-AG Mathematik.
Teilnahme der Klasse 9e des HGS am Peterstaler Schulprojekt 2006/2007
Unsere Klasse besteht aus 26 Schülern. Davon sind 14 Jungen und 12 Mädchen.
Im Februar schlug unser Chemielehrer, Herr Schindler, vor, am Peterstaler Schulprojekt: http://www.peterstaler-schulprojekt.de/Pages/start.htm
Körper im Wasser, Wasser im Körper
teilzunehmen. Diesen Vorschlag nahmen wir gerne an. In den ersten Stunden sammelten wir Ideen.
- Titanic (Bau; Warum schwimmt die Titanic?)
- Tränendrüse (Warum kommen Tränen? Wie entstehen sie? Zusammenhang mit Gehirn? Woraus bestehen die Tränen?)
- Versunkene Städte (Venedig, Atlantis)
- Energiegewinnung
- Wasserabweisende Stoffe ( Lotus-Effekt)
- Taucher im Wasser (Druck; Schnelligkeit auftauchen)
- Kläranlage (Aufbau einer Kläranlage)
- Mineralwasser (Was ist enthalten? Welche Arten gibt es?)
Als jede Gruppe ihr Thema ausgesucht und in den nächsten Stunden bearbeitet hatte, stellten wir unsere Projekte, die wir bis dahin erarbeitet hatten, der Klasse vor. Im nächsten Schritt legten wir die Gruppen zusammen, die ähnliche Themen hatten und bekamen somit 7 große Gruppen
Wir arbeiteten eifrig im Computerraum. In insgesamt 12 Schulstunden (vorwiegend Chemie aber auch Biologie und Physik) erstellten wir folgende Präsentationen:
- Titanic
- Tränendrüsen
- Versunkene Städte
- Wasserabweisende Stoffe (Lotus-Effekt)
- Tauchen
- Die Kläranlage
- Mineralwasser
Einen kurzen Bericht über die Projektverläufe findet man hier: Zusammenfassung aller Projektverläufe (Word-Dokument)
Comenius-Projekt im Internet
Klasse 09e
Nach dem Comenius-Projekt „Wasser – blaues Gold“ hat unsere Schule zum Schuljahr 2011/2011 zusammen mit vier anderen europäischen Schulen ein neues Projekt eingeleitet mit dem Titel „Traditions and visions for Europe: roots as impulses for a common future“ (Traditionen und Visionen für Europa: Wurzeln als Impulse für eine gemeinsame Zukunft).